Hier stehen die Antennen, die getrennt vom Gerät montiert und über ein Kabel angeschlossen werden: der Router bleibt im Schaltschrank, die Antenne geht dorthin, wo Empfang ist. Zwanzig Modelle von Teltonika Networks für Mobilfunk, WLAN, GNSS und Bluetooth.
Soll der Router dagegen mit nach draußen — im wetterfesten Gehäuse, versorgt über ein einziges Netzwerkkabel —, führt der Weg zu den QuWireless-Außeneinheiten. Das ist die andere Bauweise für dasselbe Problem.
Die Montageart ist die erste Entscheidung
Nicht das Frequenzband. Welche Bänder eine Antenne abdeckt, steht auf jeder Produktseite und lässt sich abgleichen; wo und wie sie befestigt wird, entscheidet dagegen, ob sie am Einbauort überhaupt in Frage kommt. Das Sortiment ist deshalb nach Montageart gegliedert.
Stabantenne, direkt am Gerät. Wird auf den Anschluss geschraubt und steht ab. Der Regelfall im offenen Schrank oder am Gerät im Innenraum. Sieben Modelle, teils gerade, teils mit 90°-Gelenk zum Abwinkeln.
Magnetfuß. Haftet werkzeuglos auf jeder ferromagnetischen Fläche, Anschluss über Kabel. Die Wahl für Fahrzeuge, für Schaltschrankdeckel und überall dort, wo nicht gebohrt werden darf oder die Position noch nicht feststeht. Fünf Modelle.
Selbstklebend. Flach, unauffällig, dauerhaft — für Gehäuse und glatte Flächen ohne Metall, an denen ein Magnet nicht hält. Zwei Modelle.
Dach- und Kombiantenne. Verschraubt, wetterfest, mehrere Funkdienste in einem Gehäuse. Für Fahrzeugdächer und stationäre Außenmontage. Sechs Modelle.
Stabantennen für den direkten Anschluss
Mobilfunk. Die PR1US440 deckt mit 698–960 und 1710–2690 MHz das klassische LTE-Spektrum ab, 20 cm lang, 3 dBi, mit 90°-Gelenk. Wo 5G dazukommt, steht die PR1US540: 617–7125 MHz in vier Bereichen, dreh- und schwenkbar.
Wenn der Platz knapp ist. PR1CS450 und PR1US450 sind rund 5 cm kurz und decken trotzdem 700–2700 MHz bei 5 dBi ab — die eine gerade zum direkten Aufstecken, die andere mit 90°-Winkel. Für beengte Schaltschränke und Geräte, die in einem Gehäuse verschwinden.
450 MHz. Ein Sonderfall mit eigenem Modell: 450–466 MHz zusätzlich zu 716–960 und 1710–2180 MHz. Dieses Band nutzen Energieversorger und Betreiber kritischer Infrastruktur; im öffentlichen Mobilfunk kommt es nicht vor.
WLAN. PR1URF51 für 2,4 GHz mit 5 dBi, PR14RD35 für 2,4 und 5 GHz mit 3,5 dBi. Beide 20 cm mit Schwenkgelenk — und beide mit RP-SMA, nicht SMA. Warum das kein Detail ist, steht weiter unten.
Magnetfußantennen für Fahrzeug und Schaltschrank
Fünf Modelle, nach Funkdienst getrennt: die PR1KS536 für 5G über 617–5900 MHz, die PR1KS210 für Mobilfunk, die PR1KRF30 für WLAN im 2,4-GHz-Band, die PR1KRD30 für Dual-Band-WLAN mit 2,4 und 5 GHz und die PR1KRT25 für Bluetooth.
Der Magnetfuß löst zwei Probleme auf einmal: Er braucht keine Bohrung, und er erlaubt es, die Position am Einbauort auszuprobieren, statt sie vorher festzulegen. In der Praxis ist das der häufigste Weg, einen Empfangsmangel zu beheben, ohne den Aufbau zu ändern.
Selbstklebende Antennen für Gehäuse ohne Metall
Zwei Modelle: die PR1AS420 für LTE über 824–960 und 1710–2170 MHz und die PR1KSG30 für GNSS auf 1,575 GHz. Beide flach verklebt, beide 2 dBi.
Die GNSS-Variante ist der häufigere Fall — Positionsdaten brauchen freie Sicht nach oben, und eine flach auf dem Gehäusedeckel verklebte Antenne bekommt die eher als eine Stabantenne im Schrank.
Dach- und Kombiantennen
Sechs Modelle, die mehrere Funkdienste in einem verschraubten Gehäuse zusammenfassen. Der Zugewinn ist weniger der Empfang als die Installation: eine Durchführung statt vier, ein Dichtungspunkt, ein Montageloch.
- PR1KCL25 — LTE 2x2 MIMO, IP67. Der schlanke Regelfall fürs Fahrzeugdach.
- PR1KCS28 — LTE, GNSS und WLAN in SISO. Die kompakte Kombination, wo eine Antennenkette je Dienst genügt.
- PR1KCO28 — LTE 2x2 MIMO, aktives GNSS und Dual-Band-WLAN 2x2 MIMO. Die Vollausstattung für Fahrzeugtelematik.
- PR1KC647 — 5G Combo MIMO über 600–6000 MHz, omnidirektional.
- PR1KCI49 — 5G MIMO mit GNSS, 600–6000 MHz.
- PR1KC640 — 5G 4x4 MIMO mit aktivem GNSS und 2x2-MIMO-WLAN. Die größte Bestückung im Sortiment.
SMA oder RP-SMA — die häufigste Verwechslung
Beide Stecker sehen gleich aus und passen mechanisch ineinander. Sie sind trotzdem nicht austauschbar: Bei RP-SMA sind Stift und Buchse vertauscht (*reverse polarity*). Wer die falsche Variante bestellt, hat ein Bauteil, das sich aufschrauben lässt und keinen Kontakt herstellt.
Im gesamten Sortiment gilt dieselbe Zuordnung, und sie entspricht der Bestückung der Teltonika-Router:
- Mobilfunk und GNSS → SMA
- WLAN und Bluetooth → RP-SMA
Das ist keine Konvention dieses Katalogs, sondern die übliche Aufteilung im Markt. Prüfen Sie vor der Bestellung trotzdem am Gerät nach — der Anschluss steht im Datenblatt Ihres Routers, und im Zweifel fragen Sie uns.
Wie viele Antennen braucht ein Router?
So viele, wie er Anschlüsse hat — und das sind oft mehr, als man denkt. Ein Gerät mit LTE in 2x2 MIMO, WLAN in 2x2 MIMO und GNSS trägt fünf Anschlüsse. Werden nur zwei davon belegt, läuft das Gerät, aber unter seinen Möglichkeiten: MIMO braucht beide Ketten, sonst fällt der Durchsatz auf den eines einzelnen Pfades zurück.
Welche Anschlüsse Ihr Gerät hat, klärt für die Router die RUT-Serie im Überblick und für die Gateways die TRB-Serie. Die Geräte selbst stehen unter Industrie-Router und Gateways.
Mehr dBi ist nicht automatisch besser
Der Antennengewinn beschreibt keine Verstärkung, sondern eine Umverteilung. Eine Rundstrahlantenne mit hohem Gewinn strahlt flacher — sie reicht in der Ebene weiter und verliert nach oben und unten. Das hilft auf freiem Feld und schadet dort, wo der versorgende Mast erhöht steht oder das Fahrzeug in Hanglage steht.
Für die meisten Industrieaufbauten sind die 2 bis 5 dBi in diesem Sortiment die richtige Größenordnung. Wo das nicht reicht, ist die Antwort in der Regel nicht mehr Gewinn, sondern ein anderer Montageort — oder die gerichtete Bauweise der QuWireless-Einheiten.
Welche Auslegung wofür
- Gerät im offenen Schrank, Empfang in Ordnung — Stabantenne, direkt angeschraubt
- Sehr enger Einbauraum — kompakte Stabantenne, 5 cm
- Metallschrank, Antenne muss nach außen — Magnetfuß auf dem Deckel
- Fahrzeug, Position noch offen — Magnetfuß
- Kunststoffgehäuse, kein Metall zum Haften — selbstklebende Antenne
- Positionsdaten, freie Sicht nach oben nötig — selbstklebende GNSS-Antenne
- Fahrzeugdach, mehrere Funkdienste — Kombi-Dachantenne
- Nur eine Dachdurchführung möglich — Kombi-Dachantenne
- WLAN oder Bluetooth — Modell mit RP-SMA
- Router soll mit nach draußen — QuWireless-Außeneinheit
Passt jede Antenne an jeden Router?
Mechanisch ja, solange der Steckertyp stimmt — SMA für Mobilfunk und GNSS, RP-SMA für WLAN und Bluetooth. Sinnvoll ist es nicht immer: Die Antenne muss die Bänder abdecken, die Ihr Mobilfunkvertrag und Ihr Gerät nutzen. Bei 5G im Bereich um 3,5 GHz scheiden ältere LTE-Antennen aus, auch wenn sie sich anschrauben lassen.
Reicht die Antenne, die beim Router dabei war?
Im Schaltschrank aus Metall meistens nicht. Die beiliegende Stabantenne ist für den freien Betrieb ausgelegt; sobald sie in einem geschlossenen Gehäuse sitzt, verliert sie den größten Teil ihrer Wirkung. Das ist der häufigste Grund für schlechten Empfang, den wir sehen — und der am einfachsten zu behebende.
Kann ich die Antenne weiter weg montieren?
Ja, aber nicht beliebig weit. Jeder Meter Kabel dämpft, und die Dämpfung steigt mit der Frequenz — bei 5G im oberen Bereich kostet eine lange Leitung schnell mehr, als die bessere Position einbringt. Als Faustregel: kurze Wege bevorzugen, und wenn der Weg lang werden muss, die Bauweise mit dem Router im Außengehäuse prüfen. Verlängerungen und Konfektion stehen unter Kabel, Stecker und Stromversorgung.
Warum stehen keine Preise an den Produkten?
Antennen werden bei uns zur Anwendung ausgelegt: Zahl der Anschlüsse, Kabellänge, Montagematerial. Ein Listenpreis ohne diesen Zusammenhang führt in die Irre. Angebote erstellen wir zur konkreten Konfiguration — nennen Sie uns das Routermodell und den Einbauort, den Rest klären wir.