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Industrie-PCs & Box-PCs

Industrie-PCs & Box-PCs

(143 produkte)

Kompakte, lüfterlose Box-PCs für den zuverlässigen Dauerbetrieb in der Industrie. Robuste Embedded- und Edge-Computer mit leistungsstarken Intel® Core™ Prozessoren – unempfindlich gegen Staub, Vibrationen und Temperaturschwankungen.

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Ein industrieller Box-PC ist die verbreitetste Bauform des Industrie-PC: ein Rechner im geschlossenen Gehäuse ohne Bildschirm, der im Schaltschrank oder an der Maschine dauerhaft läuft — ohne Lüfterwartung, ohne Modellwechsel mitten in der Serie. Das Sortiment umfasst 142 solcher Box-PCs in vier Baureihen, vom Ultra-Mini-Gehäuse bis zum erweiterbaren Kompaktsystem, wahlweise lüfterlos oder aktiv gekühlt.

Die Frage beim Kauf ist selten, welches Gerät das schnellste ist. Sie lautet: Welche Bauform passt an den Ort, an dem das Gerät später hängt — und wie lange muss es genau so wieder beschaffbar sein?

Warum die Box-Bauform

Ein Panel-PC legt den Bedienplatz fest, ein Rackmount-System den Schrank. Der Box-PC legt zunächst nichts fest: kein Display, keine Bedienoberfläche, deshalb nahezu frei platzierbar — im Schaltschrank, im Maschinenrahmen, hinter einer Verkleidung, im Fahrzeug. Wer bei der Auslegung noch nicht weiß, wie die Maschine mechanisch endet, fährt mit dieser Bauform am sichersten.

Alle Industrie-PCs dieser Kategorie sind Box-PCs. Wo ein Bediendisplay gebraucht wird, wird es separat angebunden. Was die Bauform technisch ausmacht und wo ihre Grenzen liegen, steht in Aufbau und Einsatzfälle der Box-Bauform.

Vier Baureihen, nach Einbausituation sortiert

Die Baureihen unterscheiden sich nicht in erster Linie in der Rechenleistung, sondern in Bauraum und Erweiterbarkeit. Alle vier setzen auf Intel Core der 12. bis 14. Generation mit 15 W, 28 W oder 45 W TDP.

RVS — Ultra Mini. Der kleinste Box-PC im Programm, für Einbauräume, in denen sonst nichts mehr Platz hat: miniaturisierte Systeme, mobile Aufbauten, Nachrüstungen in bestehenden Gehäusen. Reicht der Bauraum, ist das die günstigste Lösung.

RV1 und RV2 — Compact. Der Regelfall im Schaltschrank. Mehr Schnittstellen, mehr Speicher, in den F-Varianten lüfterlos. Wer nicht genau weiß, wo er anfangen soll, fängt hier an.

RVP — Performance. Wenn die Anwendung Erweiterungskarten braucht — GPU für Inferenz, Frame-Grabber für Zeilenkameras, zusätzliche Netzwerkkarten. Ab hier wird in der Regel aktiv gekühlt, weil eine dedizierte Karte die Grenze der Passivkühlung praktisch immer überschreitet.

Lüfterlos oder aktiv gekühlt

Lüfterlos ist die Regel in staubigen, feuchten oder wartungsarmen Umgebungen — kein bewegtes Teil heißt kein Verschleißteil und keine angesaugten Späne. Die Grenze liegt bei der Verlustleistung: Bis etwa 35 W trägt die Passivkühlung zuverlässig, darüber wird die Gehäuseoberfläche zum Engpass.

Aktiv gekühlte Varianten sind deshalb keine schlechtere Wahl, sondern die richtige, sobald 45-W-Prozessoren oder Erweiterungskarten im Spiel sind. Wer eine GPU einplant, hat die Entscheidung damit bereits getroffen.

Die thermischen Grenzen im Detail: Lüfterlose Industrie-PCs.

Was in der Praxis über den Preis entscheidet

Der Aufpreis eines industriellen Box-PC gegenüber einem handelsüblichen Mini-PC liegt typisch bei 600 bis 900 Euro. Er rechnet sich nicht über die Robustheit — Bürogeräte sterben im Schaltschrank selten an Hitze. Er rechnet sich über den Modellwechsel, der bei Consumer-Hardware nach 18 Monaten kommt und jedes Mal neues Image, Treibervalidierung und Wiederholung der Funktionsprüfung auslöst.

Faustregel: Ab der zweiten Maschine gleicher Bauart ist Langzeitverfügbarkeit billiger als der Preisvorteil. Bei Einzelstücken ist sie es nicht.

Welche Auslegung wofür

  • Einzelmaschine, Prototyp, Testaufbau — Bürogerät genügt oft — der Aufpreis lohnt sich hier nicht
  • Serienmaschine ab zwei Stück — Industrie-PC wegen Langzeitverfügbarkeit
  • Enger Einbauraum, Nachrüstung — RVS
  • Standardfall Schaltschrank — RV1 / RV2, lüfterlose F-Variante prüfen
  • GPU, Frame-Grabber, Zusatz-NICs — RVP, aktiv gekühlt
  • Staub, Öldampf, Lebensmittelbetrieb — lüfterlos, ohne Ausnahme

Welche Konfiguration im Einzelfall trägt, hängt an Einbaulage, Umgebungstemperatur und Stückzahl. Die Auslegung besprechen wir vor der Bestellung — Anfrage genügt.

Welche Bauform passt zu meiner Einbausituation?

Der Bauraum entscheidet vor der Leistung. RVS für sehr enge Einbauten, RV1/RV2 als Regelfall im Schaltschrank, RVP wenn Erweiterungskarten dazukommen. Steht die Einbaulage noch nicht fest, lohnt der Blick in die Auswahl-Checkliste.

Wo wird ein Box-PC montiert?

Auf der Montageplatte im Schaltschrank, am Maschinenrahmen, hinter einer Verkleidung oder im Fahrzeug. Weil das Gehäuse geschlossen und bildschirmlos ist, gibt die Bauform den Montageort nicht vor — genau darin unterscheidet sie sich vom Panel-PC, der mit dem Bedienplatz steht und fällt.

Brauche ich wirklich einen industriellen Box-PC — oder tut es ein Mini-PC?

Bei einem Einzelstück im belüfteten Schaltschrank oft nicht. Ab der zweiten Maschine gleicher Bauart kippt die Rechnung, weil ein Modellwechsel drei bis fünf Personentage Engineering kostet. Die Herleitung steht in Was ist ein Industriecomputer?

Lüfterlos oder aktiv gekühlt?

Lüfterlos bis etwa 35 W Verlustleistung und überall dort, wo Staub, Öldampf oder Späne vorkommen. Aktiv gekühlt ab 45-W-Prozessoren und bei jeder dedizierten GPU.

Welche Schnittstellen sind ab Werk vorhanden?

Je nach Baureihe 2,5-Gigabit- und Gigabit-Ethernet, serielle Schnittstellen als RS232/422/485, mehrere USB-Ports, HDMI und DisplayPort sowie M.2-Steckplätze für SSD und Funkmodule. Die genaue Bestückung steht im Datenblatt des jeweiligen Modells.

Wie lange bleibt ein Modell lieferbar?

Embedded-Prozessoren sind typisch sieben Jahre ab Markteinführung verfügbar, Consumer-Modelle häufig keine zwei. Genau dieser Unterschied trägt den Aufpreis.

Läuft Windows oder Linux?

Beides. Für den Dauerbetrieb ist Windows IoT Enterprise LTSC die gebräuchliche Wahl, weil es keine Funktionsupdates erzwingt — der Vergleich steht in Windows Desktop vs. Windows IoT LTSC.

Kann ich eine GPU für KI-Inferenz einbauen?

In der RVP-Baureihe ja. Welche Karte zu welcher Aufgabe passt und was das thermisch bedeutet, behandelt NVIDIA RTX für Inferenz.

Warum stehen keine Preise an den Produkten?

Die Konfigurationen unterscheiden sich in Speicher, Massenspeicher, Betriebssystem und Zubehör so stark, dass ein Listenpreis in die Irre führt. Angebote erstellen wir zur konkreten Konfiguration.

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