Diese Collection führt keine Stabantennen. QuSpot und QuMax von QuWireless sind Außeneinheiten für Teltonika-Router: gefertigte Gehäuse mit integrierten Antennen, ausgelegt auf jeweils ein bestimmtes Routermodell. Die meisten Einheiten nehmen den Router mit ins Gehäuse auf — er sitzt dann direkt hinter der Antenne, im Freien, wettergeschützt. Fünfzig Einheiten stehen im Sortiment, abgestimmt auf 32 Router- und Gateway-Typen von Teltonika Networks.
Der Gedanke dahinter ist der kürzere Weg. Jeder Meter Koaxleitung zwischen Router und Antenne kostet Signal — und zwar dort, wo ohnehin zu wenig ankommt. Wandert der Router mit nach oben an den Mast, entfällt die Strecke ganz.
Nach unten führt dann in vielen Fällen nur noch eine einzige Netzwerkleitung: Sie trägt die Daten und über Power over Ethernet zugleich die Versorgung. Eine zusätzliche Stromleitung an den Montageort entfällt — was den Aufbau nicht nur billiger macht, sondern oft überhaupt erst genehmigungsfrei.
Wenn Sie dagegen eine klassische Antenne mit SMA-Anschluss suchen, die neben einem im Schrank verbleibenden Router montiert wird, führt der Weg zu den Antennen.
QuSpot und QuMax — der Unterschied
QuSpot ist die All-in-One-Einheit. Router und Antennen sitzen gemeinsam in einem wetterfesten Dome-Gehäuse, bei den meisten Modellen nach IP68. Der Router wird eingesetzt, das Gehäuse verschlossen, und nach unten führt eine einzige Netzwerkleitung. Die Abstrahlung ist rundum gleich — es gibt nichts auszurichten.
QuMax ist die gerichtete Einheit. Ebenfalls ein Außengehäuse mit Platz für den Router, nach IP67 oder IP68 — die Antenne ist hier aber auf eine Richtung gebündelt und erreicht dadurch einen höheren Gewinn. Sie ist für Fixed Wireless Access, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Standorte gedacht, an denen das Signal schwach hereinkommt. Wo die Rundstrahlung nicht mehr reicht, holt die Bündelung den Rest — erkauft mit dem Aufwand, die Einheit auf den versorgenden Mast auszurichten.
Zwei Modelle stehen dazwischen: QuMax Omni — AX50MO für den RUTX50 und A500MO für das TRB500 — strahlt rund und behält die Hochgewinn-Auslegung. Die Wahl, wenn viel Reichweite gebraucht wird, die Richtung zum Mast aber nicht feststeht.
Welche Einheit zu welchem Router gehört
Diese Einheiten sind keine Universalteile. Gehäuse, Anschlüsse und Antennenbestückung sind auf ein Routermodell zugeschnitten — ein QuSpot für den RUTX50 nimmt keinen RUTM52 auf.
Die Modellbezeichnung sagt, wofür die Einheit gebaut ist. Sie folgt einem festen Muster: A + Kennung des Routers + S für QuSpot oder M für QuMax. Aus `AX50S` wird so die QuSpot für den RUTX50, aus `AX50M` die QuMax für dasselbe Gerät. `AM52S` gehört zum RUTM52, `AC50M` zur RUTC50-Reihe, `A501S` zum Gateway TRB501.
Abgedeckt sind im Sortiment:
- RUTX-Reihe — RUTX09, RUTX10, RUTX11, RUTX12, RUTX14, RUTX50
- RUTM-Reihe — RUTM20, RUTM30, RUTM31, RUTM50, RUTM52, RUTM56, RUTM59
- RUTC-Reihe — RUTC40, RUTC41, RUTC42, RUTC50
- Kompaktklasse — RUT202, RUT206, RUT276, RUT14x, RUT360, RUT361, RUT955, RUT956
- TRB-Gateways — TRB140, TRB160, TRB245, TRB255, TRB500, TRB501
Für die meisten dieser Geräte gibt es beide Bauarten. Fünf Ausnahmen: Für den RUTC41 sowie die Gateways TRB245 und TRB255 liegt nur eine QuSpot vor, für RUT955 und RUT956 nur eine QuMax.
Welches Routermodell sich hinter einer Kennung verbirgt, steht im Produkttitel jeder Einheit. Die Router selbst führt die Collection Industrie-Router, die Gateways stehen unter Gateways. Welches RUT-Modell wofür gebaut ist, klärt Teltonika RUT-Serie: welches Modell für welchen Einsatz; für die Gateways gilt dasselbe in Teltonika TRB-Serie.
Vier Modelle sind für Nordamerika gebaut
Die Kennungen A240MUS, A955MUS, AX11MUS und A245SUS tragen das Kürzel `US`. Sie sind auf das nordamerikanische Band 71 ausgelegt. Für den Betrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die jeweilige Standardvariante ohne `US` die richtige Wahl.
Das ist der häufigste Fehlgriff in diesem Sortiment, weil sich die Bezeichnungen nur um zwei Buchstaben unterscheiden. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie vor der Bestellung nach.
IP67 oder IP68 — worin der Unterschied liegt
Beide Klassen sind staubdicht und für den Außeneinsatz gebaut. Der Unterschied betrifft das Wasser: IP67 deckt zeitweiliges Untertauchen ab, IP68 dauerndes Untertauchen unter herstellerdefinierten Bedingungen.
Für eine Mastmontage in Mitteleuropa trägt beides. Relevant wird die Unterscheidung dort, wo eine Einheit unter Umständen in stehendem Wasser liegt oder mit Hochdruck gereinigt wird. Was die Ziffern im Einzelnen bedeuten, steht in Schutzklassen IP65 und IP67.
Welche Auslegung wofür
- Router soll mit nach draußen, Richtung zum Mast unbekannt — QuSpot
- Mehrere Netze oder wechselnde Standorte — QuSpot
- Fahrzeugdach, mobiler Einsatz — QuSpot
- Versorgender Mast bekannt, Empfang trotzdem schwach — QuMax
- Fixed Wireless Access als Anschlussersatz — QuMax
- Punkt-zu-Punkt über eine feste Strecke — QuMax
- Viel Reichweite nötig, Richtung steht nicht fest — QuMax Omni
- Router bleibt im Schaltschrank — Antenne mit SMA-Anschluss, siehe Antennen
- Betrieb in Nordamerika — Variante mit Kennung US
Welche Bauart am konkreten Standort trägt, hängt an der Empfangslage, an der Montagehöhe und daran, ob die Richtung zum versorgenden Mast bekannt ist. Die Auslegung besprechen wir vor der Bestellung.
Sitzt der Router wirklich in der Antenne?
Bei den meisten Einheiten ja — und das ist der eigentliche Kaufgrund. Der Router wird in das Gehäuse eingesetzt, das Gehäuse verschlossen und als Ganzes montiert. Zwischen Router und Antenne liegt danach kein Kabel mehr, sondern nur noch die Steckverbindung im Gehäuse. Genau die Koaxstrecke, die sonst das Signal kostet, gibt es nicht.
Welches Routermodell in welche Einheit passt, steht in der Produktbezeichnung. Für welche wenigen Modelle das nicht gilt, klären wir vor der Bestellung — fragen Sie im Zweifel nach, statt es aus dem Titel abzuleiten.
Passt eine Einheit auch an einen Router eines anderen Herstellers?
Nein. Die Gehäuse sind auf die Abmessungen und die Anschlusslage der jeweiligen Teltonika-Baureihe zugeschnitten. Für Router anderer Hersteller ist der Weg die getrennte Montage mit einer Antenne am SMA-Anschluss.
Wie kommt Strom nach oben?
In vielen Fällen über dieselbe Netzwerkleitung, die auch die Daten trägt: Power over Ethernet. Eine zusätzliche Versorgungsleitung an den Montageort ist dann nicht nötig — ein Kabel vom Schaltschrank zum Mast, mehr nicht.
Das ist am Bauwerk oft der entscheidende Punkt. Eine Datenleitung durch die Fassade oder auf den Mast zu ziehen, ist etwas anderes, als dort 230 Volt hinzuführen.
Welche Einspeisung das jeweilige Modell braucht und ob ein Splitter beiliegt, steht auf der Produktseite; bei einzelnen Einheiten ist er im Lieferumfang. Passende Komponenten stehen unter Kabel, Stecker und Stromversorgung.
Lässt sich ein Gerät im Mast noch fernwarten?
Ja, und dort lohnt es sich besonders. Jeder Teltonika-Router lässt sich über das Remote Management System zentral verwalten — Konfiguration, Firmware und Zugriff auf die Geräte dahinter, ohne Hubsteiger. Was das ist, steht in Was ist RMS?; die Lizenzen führt Teltonika RMS.
Bringt eine Außeneinheit mehr als eine bessere Antenne am Schrank?
Wenn die Koaxstrecke lang ist: fast immer. Die Dämpfung auf dem Kabel steigt mit der Frequenz — bei 5G im oberen Bereich kostet eine lange Leitung mehr, als eine stärkere Antenne wieder hereinholt. Sitzt der Router in der Einheit, gibt es diese Strecke gar nicht.
Dazu kommt die Installation: statt Koaxleitungen und einer Stromzuführung nach draußen genügt in vielen Fällen ein Netzwerkkabel mit PoE. Ist der Weg dagegen kurz und der Empfang schon gut, bleibt die getrennte Montage mit einer Antenne am SMA-Anschluss die günstigere Lösung.
Warum stehen keine Preise an den Produkten?
Die Einheiten werden zum jeweiligen Router konfiguriert, und Montagematerial, Kabellänge und Einspeisung unterscheiden sich je Aufbau. Ein Listenpreis würde in die Irre führen. Angebote erstellen wir zur konkreten Konfiguration.